Endlich Platz: Meine Tricks für die Wohnung im Mehrfamilienhaus einrichten

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Als ich vor zwei Jahren in meine erste eigene Wohnung im Mehrfamilienhaus einrichten durfte, stand ich vor einem echten Puzzle. Ein Raum sollte Schlafzimmer, Wohnzimmer und manchmal sogar Gästebett sein. Mein Budget war knapp, die Quadratmeterzahl noch knapper. Ich erinnere mich an den Abend, als meine beste Freundin spontan übernachten wollte und ich verzweifelt nach einem zweiten Kissen suchte. Genau da wurde mir klar: Jeder Zentimeter muss doppelt funktionieren. Keine Deko um der Deko willen, sondern durchdachte Möbel, die im Alltag bestehen. Heute zeige ich dir, wie auch du deine Wohnung im Mehrfamilienhaus einrichten kannst, ohne dich eingeengt zu fühlen.



Der wichtigste Schritt war für mich die Entscheidung für ein Bett, das mehr kann als nur Schlafen. Statt eines sperrigen Rahmens kaufte ich ein schlichtes Modell mit einem Bettkasten. Das ist mein Geheimtipp: Ein Bett mit Stauraum ersetzt einen ganzen Kleiderschrank. Darin verstaut sich die sperrige Winterbettwäsche, die Gästedecke und sogar meine Reisetasche. Vorher lag alles auf dem Schrank oder quoll aus dem Regal. Jetzt ist der Raum optisch frei. Und für meine Tochter im Kinderzimmer habe ich ein Hochbett gewählt, das Platz für ihren Schreibtisch darunter freigibt. Das war die beste Investition für kleine Zimmer.



Dann kam die Couch. Ich brauchte eine, die tagsüber gemütlich für Filme ist und nachts zum Gästebett wird. Nach langer Suche entschied ich mich für eine kompakte Schlafcouch mit einer guten Matratze. Die Sitzfläche ist aus festem Schaum, und die Rückenlehne lässt sich flach herunterklappen. Nachts entsteht so eine ebene Liegefläche. Besonders praktisch finde ich das Modell mit einer integrierten Federkernmatratze. Für die Übernachtung meiner Mutter lege ich nur noch ein Spannbettuch darüber. Das spart mir den Kauf eines separaten Gästebetts. In einer Wohnung im Mehrfamilienhaus einrichten heißt eben, jede Ecke sinnvoll zu nutzen.



Ein echter Gamechanger war für mich die Anschaffung eines Bettgestells mit einem großen Stauraum unter der Sitzfläche. In meinem kleinen Arbeitszimmer, das auch als dient, steht eine kompakte Couch, die sich in ein vollwertiges Bett umwandeln lässt. Der Clou: Unter der Sitzfläche ist Platz für Koffer, Schuhe und sogar ein paar Bücher. Wenn ich Besuch erwarte, räume ich schnell die Deko vom Couchtisch und verwandle den Raum in fünf Minuten. Ohne diesen Stauraum müsste ich ständig Zeug in den Flur stellen. Die Wohnung wirkt dadurch viel aufgeräumter und größer.



Die Qualität der Matratze darf man nicht unterschätzen. Viele günstige Schlafsofas haben eine dünne Schaumauflage, die nach einer Nacht durchgelegen ist. Ich investierte in ein Modell mit einem separaten Matratzenkern. Das ist ein dicker Schaumblock mit guter Punktelastizität. Sogar mein Freund mit Rückenschmerzen schläft darauf gut. Für die Couch im Wohnzimmer wählte ich ein Modell mit einem festen Sitzkomfort, das nachts durch einen Mechanismus DL einfach ausziehbar ist. Der Aufwand lohnt sich, denn so wird die Couch nicht nur zum Hingucker, sondern auch zur echten Schlafstätte.



Ein großes Problem in meiner ersten Wohnung war der fehlende Platz für Bettwäsche und Handtücher. Ich hatte nur einen kleinen Kleiderschrank im Flur. Die Lösung kam mit einem Bett, das einen großen Stauraum unter der Liegefläche bietet. In diesem Fach lagern jetzt alle Bezüge und sogar die Gästebettwäsche. Für die Couch im Wohnzimmer kaufte ich einen passenden Korb, der die Decke aufnimmt. So sieht es aus wie Deko, ist aber funktional. In einer Wohnung im Mehrfamilienhaus einrichten erfordert solche kreativen Lösungen. Kein Raum darf nur schön sein, er muss auch praktisch funktionieren.



Die Wahl des Bezugsstoffes spielt ebenfalls eine große Rolle. Ich liebe den Look von Samt, aber in meinem Alltag mit Kindern und Haustieren ist empfindlicher Stoff unpraktisch. Deshalb entschied ich mich für eine strapazierfähige Mikrofaser, die sich leicht reinigen lässt. Auf dem Schlafsofa im Arbeitszimmer liegt ein Überwurf aus Baumwolle, den ich in der Waschmaschine waschen kann. Das gibt mir Ruhe, wenn mal ein Glas Rotwein umkippt. Der Stoff sollte nicht nur schön aussehen, sondern auch den täglichen Belastungen standhalten. Das ist die Basis für ein gemütliches Zuhause.



Mein letzter Tipp: Plane immer einen Puffer für Überraschungsgäste ein. Selbst in einer kleinen Wohnung sollte ein Platz für eine Luftmatratze oder eine ausziehbare Couch sein. Ich habe eine schmale Bank im Flur, unter der sich eine Faltmatratze versteckt. Wenn meine Nichte zu Besuch kommt, lege ich sie einfach auf den Boden. Der Rest des Raumes bleibt frei. Das gibt mir das Gefühl, jederzeit Besuch empfangen zu können, ohne dass die Wohnung überquillt. Mit diesen Strategien wird selbst die kleinste Wohnung im Mehrfamilienhaus einrichten zu einem echten Zuhause.